Apparthotel Grusonstraße

Gewerbe

Im Jahre 1973 wurde das Gebäude als Unterkunft für die Arbeiter des Schwermaschinenbaukombinates Ernst Thälmann in unmittelbarer Nähe zu dessen Hauptverwaltung errichtet. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden zu Beginn der 90er Jahre umfangreiche Umbaumaßnahmen durchgeführt, um das ehemalige Arbeiterwohnheim zu einem Bürogebäude umzugestalten. Fortan hatte hier eine Zweigstelle des Arbeitsamtes ihren Sitz. Mit dem Auszug des Arbeitsamtes wurde das nun leerstehende Gebäude dem Verfall preisgegeben. Heute stehen wieder Ideen im Raum, den Plattenbau durch eine attraktive Nutzung neu zu beleben.

Zum heutigen Zeitpunkt ist das Gebäude Grusonstraße 10 ungenutzt und steht leer. Der gegenwärtig stattfindende Umzug der regiocom in das ehemalige Hauptverwaltungsgebäude des SKET und dessen Nutzung als Hauptstandort in unmittelbarer Nähe des Plattenbaus eröffnet die Möglichkeit, dass eine künftige Nutzung analog seiner ursächlichen Funktion, als temporäre Wohnunterkunft, eine realistische Zukunftsperspektive offeriert. Unterstützt wird dieser Gedanke von der zentrumsnahen Lage des Gebäudes.

Das hier dargestellte Nutzungskonzept orientiert sich an der Schaffung von 1- und 2-Raum-Appartementwohnungen im Rahmen eines Apparthotels mit Wohnflächen von  20m² bis 60m². Insgesamt bietet der Plattenbau Raum für ca. 80 Wohneinheiten. Im Kellergeschoss werden die notwendigen Neben- und Abstellräumen so untergebracht, dass darüber hinaus Wellnessbereiche und andere Freizeitangebote integriert werden können.  Im Erdgeschoss befinden sich neben dem Zugang der Servicebereich, sowie Gastronomie und Verkaufsflächen. Zudem sind hier die untersten Appartements untergebracht. Die vier bestehenden Obergeschosse werden für weitere attraktive Appartement-Wohnen hergerichtet. Optional ist der Aufbau einer neuen Dachgeschossebene denkbar, welcher das Angebot der Appartements um 9 größere 2-Raum-Wohnungen mit vorgelagerten Wohnterrassen erweitern würde.

Die Ausrichtung des Gebäudes eröffnet vielfältige  Möglichkeiten zur Nutzung solarer Energie. So können einerseits auf dem Südgiebel nahezu vollflächig Photovoltaik-Elemente als Dünnschichtmodule aufgebracht werden, welche speziell für die senkrechte Montage an Fassaden geeignet sind und durch ihre homogene dunkle Optik bestechen. Auf der Dachfläche kann hingegen mit herkömmlichen Photovoltaik-Elementen gearbeitet werden, da auch hier eine nahezu exakte Ausrichtung gen Süden gegeben ist. Die großzügigen Festverglasungen der Ost- und West-Fassaden ermöglichen in den Übergangszeiten zwischen Winter und Sommer zusätzliche solare Wärmegewinne.

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